Schon öfter habe ich darüber berichtet, dass kävels-platt.de offenbar in ganz Deutschland gelesen wird. Das allein finde ich schon erstaunlich. Neulich schrieb mir aber ein Italiener aus Sizilien Folgendes:
“Vor ein paar Jahren habe ich mich – als Postdoktoralstipendiat an der Uni in Catania – der Erforschung der niederrheinischen (genauer “kleverländischen”) Dialekte beiderseits der deutsch-niederländischen Staatsgrenze gewidmet und eine Menge Mundartproben (Gedichte, Erzählungen, Anekdoten, Schnurren, Sprichwörter, Wörterbucher u.s.w.) dazu gesammelt.
Obwohl ich zur Zeit Lehrer bin, habe ich mich großes Interesse für die niederrheinische Mundartliteratur bewahrt und verbringe immer noch ein paar frohe Stunden meiner Freizeit mit dem Lesen der humorvollen “Döntjes” von Theodor Bergmann, Gerhard und Peter Martens, Jupp Tenhaef und vielen anderen Mundartautoren.”
Wat sacht man dazu?! Da bisse platt, wa?
Um meine Heimatstadt Kevelaer und ihre Sprache, das "Kävels Platt". Ich selbst habe es vor allem von meiner Oma und meiner Mutter gelernt und spreche es heute noch gerne. Da ich aber schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr am Niederrhein wohne, höre ich Kävels Platt nur noch selten.