Spatzegeburtsdag

Noch’n Gedicht! Herr Niersmann aus Walbeck hat mir dieses Gedicht geschickt, das ich hier gerne veröffentliche, auch wenn es kein Kävels Platt ist. 😉

Enne Spatz satt op enne Weijepohl, wor laut ant simmeliere,
Wenn eck demnächst Geburtsdag heb, wern soll dat finanziere?
Wenn all die kommen, die eck kenn on ok noch die Verwandte,
van min on van min Frow uehr Sij on van die noch die Trabante,
dan mot allien fuer`t Aeten eck ennen Zaentner Kore staehle.
On wat te drenke bruck eck ock – Gedrenks dat doerf nit faehle.
Dat huerden ennen Ackergaul, dern wor inne Waej ant fraete.
Hern saej fuer dern Geburtsdagspatz: „Die Soerg kas do vergaete!
Eck liefer dech en waerm Bueffet, et beste van et best,
pikant gewuerzte Frikadell uet Hafer, Gras on Gerst!“
Du fiel dern Geburtsdachsspatz vor lauter Gloeck ennen dicke Stien van`t Hartje.
Hern haert geschirpt grad wie verroeckt on wippte met et Sterzke.
Gau leid hern all sin Froende in uet Boss on Berg on Bongert.
Dern Gaul haert sech int Zeug gelaag, dormet ok niemes hongert.
Als dan well Geburtsdag wor, du satten dusend Mösse
op Strueck on Boem, op Stuehl, op Dösche
Die haude sech dat Waemske vol met all die laeckere Frikadellkes
on sorge na de Feijer uet, wie dusend graue Baelkes.
Te drenke giv et ock noch wat, van den Haemmel fiel de Raegen.
Sue giv fuer dern Geburtsdagspatz den Haemmel sinne Saegen!
Van dern Geburtsdag spraekt van Dag noch die ganze Vuegelwaelt.
Enne Spatz beij os op de Fensterbank dern haert mech dat vertellt!