„Farwell o Kevelaer / Wor hör ek t’hüß“

Hier ein weiteres Lied von Güno van Leyen, diesmal von seiner CD „No boave den Bleck“. Das erste Lied („Farwell o Kevelaer“) ist kein wirkliches Kävels Platt, aber der zweite Teil dieses Hörbeispiels dürfte den meisten Kevelaerern mehr als bekannt sein. Übrigens: Wer eine CD von Güno van Leyen kaufen will, kann sich an info@kaevelsplatt.de wenden.

Und nun viel Spaß beim Hören!

„Kävele“ von Willi Rommen

Herr Rommen ist der Erste, von dem ich ein selbstverfasstes Gedicht auf Kävels Platt bekommen habe – vielen Dank dafür! Hier ist es:

KÄVELE

Onder, an de Niederrhein,
läd en Stäche ja so fein.
Dat Lewe wört man dor niet satt,
oh Kävele, min Heimatstad.

Moje Stroote gev et dor,
Menze komme idder Johr.
Öm well dör de Stad telope,
In de Wenkels in te koope.

In de Wenkel dat ess kloar,
gev et alles wonderbar.
Könst en Büük, en ok völ Gold,
alles wat gej Menze wollt.

Menze komme van Hamburg bess Wien,
öm dat sich ess antesien.
Kävele dech wör ok noots satt,
want gej sitt min Heimatstad.

Twester Höckskes

Weil ich in Marburg studiert habe, hatte ich auch Zugriff auf die Bibliothek im Deutschen Sprachatlas (DSA). In einem Rheinischen Wörterbuch (an den genauen Titel erinnere ich mich leider nicht) las ich dort einmal, dass die Bezeichnung „Twester Höckskes“ darauf zurückzuführen sei, dass die Twistedener das Unkraut auf den Feldern oft mit Hilfe von an Stangen befestigten Haken („Höckskes“) gejätet hätten. Ob das wohl stimmt?